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Noch 'n Tagebuch?

Vor über einem Jahr habe ich aufgehört ein Tagebuch zu führen. Weil der bessere Teil meines Lebens mich hier in good old germany allein zurück gelassen hat und ich bis jetzt keinen Mut hatte mich wieder mir selbst zu stellen. Aber ich glaube, es ist langsam an der Zeit tief durch zu atmen und weiter zu leben. Nicht nur das Leben an sich vorbei rauschen lassen.

"If you can't fix it, you gotta stand it."
Ennis del Mar ~ Brokeback Mountain

Genau so ist es. Oder wie meine Mom immer so schön zu sagen plegt: Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.
Das will ich aber auch hoffen!

In diesem Sinne

Willow von den Erdbeerfeldern
25.3.06 22:53


Immer wieder Sonntags

Sonntag! Ich lasse mir das Wort durch den Kopf gehen, schließe meine Augen noch mal für fünf Minuten und zieh mir die Bettdecke über den Kopf. Außerdem scheint es langsam Frühling zu werden, auch wenn mir die Regentropfen am Fenster was anderes weis machen wollen. Das laute Vogelgezwitscher gibt mir Recht. Und ich meine wirklich laut. Sogar so laut, dass es mir nicht mehr möglich ist wieder einzuschlafen. Na gut, steh ich halt auf. Gibt ja auch noch genug zu tun. Aber die Wohnung putzen? Nee, bitte nicht am Sonntag. Außerdem war ich gestern schon fleißig. Gott sei Dank sterbe ich nicht an Langeweile, sondern kann mich mal ausführlich meinem RPG-Chara widmen. Ideen habe ich ja genug aber irgendwie bekomme ich nichts wirklich aufs Papier. Und wenn doch, dann passt es am Ende meist nicht so gut wie erst gedacht. Also erst mal wieder was anderes machen. Im Netz surfen zum Beispiel. Zumindest solange, bis der Regen aufhört und ich draußen 'ne Runde spazieren gehen kann. Aber allein raus zu gehen macht irgendwie nicht wirklich Spaß. Und wie immer an dieser Stelle überlege ich mir, mir vielleicht doch einen Hund zu zulegen. Aber was wird aus dem armen Tier, wenn ich den ganzen Tag auf Arbeit rumwusel und erst spät nach Hause komme? Oder was, wenn ich dann keine Lust mehr habe mit dem Hundi raus zu gehen, egal ob es hagelt oder die Sonne scheint? Was viel wichtiger ist - kann ich wirklich die Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen, wenn ich mir sogar manchmal wünsche, die Verantwortung für mein eigenes Leben abgeben zu können?
Es ist wirklich seltsam, allen Anderen kann ich mit Rat und Tat zur Seite stehen, ihnen Mut zusprechen. Aber mein eigenes Leben scheint irgendwie... naja ins Wanken geraten zu sein. Nicht immer, allerdings doch dann, wenn ich versuche etwas wirklich richtig zu machen und vorwärts zu gehen. Nur still stehen kommt auch nicht in Frage, das hab ich schon viel zu lange gemacht. Trotzdem, die Entscheidung, mir einen Hund zu zulegen, werde ich wohl doch noch mal überschlafen.

Willow von den Erdbeerfeldern
26.3.06 14:23


Fünf-Uhr-Tee beim Hutmacher?

Manche Tage sind echt seltsam. Sie beginnen so friedlich, ruhig und harmonisch. Fast zu ruhig und malerisch um wirklich wahr zu sein. Und darf es mich dann tatsächlich wundern, wenn spät abends an einem solchen Tag noch die sprichwörtliche Bombe platzt? Vielleicht sollte mich langsam gar nichts mehr wundern. Zumindest nichts, das im Zusammenhang mit meinem ehemaligen Lebensgefährte steht. Der Beste ist vor gar nicht allzu langer Zeit Vater geworden. So weit so gut. Schön für ihn. Das ich nicht unbedingt Luftsprünge mache liegt einfach daran, wie die Dinge zwischen uns gelaufen sind. Aber hey, man (frau, also ich *g*) kann sich ja mal etwas mit ihm unterhalten. Und ja wir hatten schöne Zeiten, und ja, ich habe ihn nach unserer Trennung vermisst. Allerdings ist das mittlerweile schon drei oder vier Jahre her. Und plötzlich sagt er mir, dass er immer noch an mich denkt, das sein Kind unseres hätte sein können und er wettet, wir kommen noch mal zusammen!? Bin ich im falschen Film oder etwa in ein Kaninchenloch gefallen und hab es nicht bemerkt? So wirklich weiß ich nicht, was ich zu seinen Sprüchen sagen soll, nippe schweigend an meinem Tee und stelle ihn mir mit Zylinder auf dem Kopf vor, wie er statt des Teebeutels eine Maus in das heiße Wasser tunkt. Irgendwie lächerlich und absolut irre. Doch ich halte lieber meinen Mund und empfehle ihm nach ein paar Minuten sich seiner Familie zu widmen. Aber was ich eigentlich wissen möchte: denkt und empfindet er wirklich so oder ist es nur Gelaber. Die Antwort kenne ich eigentlich auch - nur hohles Gewäsch um zu sehen, ob ich darauf anspringe. Zu meinem Glück habe ich aus meinen Fehlern gelernt. Diesesmal lächle ich wissend und wende mich zum Gehen. Und ja, ich bin stolz auf mich. Ein Schritt in die richtige Richtung. Ich komm auch allein mit meinem Leben klar - meistens - auf jeden Fall ist es besser ohne ihn. Irgendwie tut diese Erkenntnis auch weh, vielleicht, weil ich damals zu lange versucht habe eine Beziehung zu retten, die nicht zu retten war. Vielleicht. Ich glaube, ich gönne mir jetzt noch einen Tee, nur ich allein, in aller Ruhe und warte mal ab was mir die nächsten Tage im Wunderland so bringen.

Willow von den Erdbeerfeldern
29.3.06 00:02





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